Hautpflege zum Schutz vor Feinstaub und Co.

19. Dez 2019Lifestyle, Tipps&Tricks0 Kommentare

Die Kosmetikbranche hat eine neue Marktlücke entdeckt und einem weiteren Feind den Kampf angesagt, der für die Hautalterung mitverantwortlich sein soll: der Luftverschmutzung. Mit Produkten zum Schutz vor aggressiven Abgasen, scharfkantigen Mini-Schmutzpartikeln und porenverstopfendem Feinstaub ist die Industrie bereits gut im Geschäft. Fachleute sehen in dieser Pflege weit mehr als nur einen Trend, denn die Konzentration von Umweltgiften wird sich weiter verdichten. In asiatischen Millionenmetropolen wie Bangkok, Delhi und Schanghai, wo die Menschen tagtäglich mit den schädlichen Folgen von Smog zu kämpfen haben, ist die sogenannte Anti-Pollution-Kosmetik längst kein Geheimtipp mehr. Sie gehört morgens zum Standardprogramm, ebenso wie in unseren Breiten die Tagescreme, bevor man morgens aus dem Haus geht. 

Feinstaub und Kosmetik – wie passt das zusammen?

DIE NEUEN ANTI-POLLUTION-PRODUKTE

Wie schon so einige Trends aus dem „Beauty-Mekka“ Asien hat mittlerweile auch die Anti-Pollution-Kosmetik Einzug auf dem europäischen Markt gehalten. Und so sind die Regale der heimischen Anbieter sowie die virtuellen Lager der Onlineshops mit diversen Wunderwaffen gefüllt, die einer Hautschädigung durch Umweltverschmutzung entgegenwirken sollen. Die Produktpalette umfasst dabei säubernde Peelings, flaumige Cremes und flüssige Nährstoffkonzentrate sowie ganze Pflegeserien von bekannten Herstellern. Vermarktet werden die Mittelchen mit dem Versprechen, die von Feinstaub und Abgasen in Mitleidenschaft gezogene Haut wieder vital und zugleich widerstandsfähiger zu machen.

In Südkorea, dem Spitzenreiter am globalen Beauty-Markt, hat sich sogar schon eine Unterkategorie durchgesetzt: „Anti-Polluaging“-Produkte. Es handelt sich dabei um Kosmetik, die gegen die Hautalterung aufgrund verschmutzter Luft wirken soll.

KOSMETIKBRANCHE SETZT AUF ALTBEWÄHRTE MITTEL

Wirft man einen interessierten Blick auf die Auflistung der Inhaltsstoffe, findet man in der Anti-Pollution-Kosmetik freilich Altbewährtes: Algen und Antioxidantien gegen Hautalterungsprozesse, straffende Hyaluronsäure, Grüntee-Extrakt und andere natürliche Antioxidantien, die der Gewebeschädigung entgegenwirken, feuchtigkeitsspendende Polysaccharide sowie beruhigender Kakaosamenextrakt.

Aufgrund des großen Konkurrenz- und Innovationsdrucks, ist die Kosmetikindustrie gezwungen, ständig neue Produkte auf den Markt zu bringen. Und mit der Angst vor unreiner, schlaffer Haut und Faltenbildung lässt sich nun einmal viel Geld verdienen. Darüber hinaus werden die KundInnen immer umweltbewusster und legen Wert auf einen gesunden Lebensstil, den ein makelloser Teint optisch unterstreicht. Aus diesem Grund lässt sich aus der Herstellung von Pflegeprodukte zum Schutz vor Feinstaub und anderen Umweltgiften nicht nur in Asien Kapital schlagen.   

DIE KOHLE IN DER CREME

Für die Produzenten lohnt sich sogar eine Investition in die Forschung, da der Vertrieb von Kosmetika grundsätzlich nach wie vor boomt. So hat ein US-Marktforschungsinstitut im Herbst 2018 ermittelt, dass der Absatz von Hautpflegeprodukten um 16 Prozent gestiegen ist – im Vergleich dazu lag der Umsatzzuwachs von Make-up, das die Branche zuvor jahrzehntelang dominierte, bei nur drei Prozent.

Allein in Österreich werden für Körper- und Hautpflege jährlich rund 1,6 Milliarden Euro ausgegeben, für die Haushaltspflege hingegen nur etwa 5 Milliarden. Das für die Zukunft im Jahr 2025 prognostizierte Marktvolumen für diverse Pflegeartikel weltweit beläuft sich auf ca. 150 Milliarden Euro. Angeführt wird die Produktriege von der Gesichtscreme, dicht gefolgt von Gesichtswasser und Körperlotion.

WAS IST DRAN AM NEUEN HYPE UM DIE ANTI-POLLUTION-KOSMETIK?

Handelt es sich bei den neuen Produkten am Kosmetikhimmel nur um einen schlauen Beauty-Marketinggag, oder doch um eine Wunderwaffe im Kampf für den Erhalt der Schönheit? Studien zur Untersuchung der Wirkung von Umweltgiften auf die Haut ergaben, dass die Alterungsmerkmale eindeutig zunehmen, wenn man ständig einer hohen Abgasbelastung ausgesetzt ist. Laut Fachleuten dringen vor allem kleine Feinstaubpartikel durch die natürliche Barriere der Haut ein und schädigen diese dauerhaft. Darüber hinaus bilden sich durch den Ruß in der Luft mehr Pigmente im Gesicht und an den Händen, warnen Experten. Langzeitmessungen ergaben: Frauen, die einer erhöhten Luftschadstoffkonzentration ausgesetzt sind, haben um 20 Prozent mehr „Altersflecken“ als jene, die in ländlichen Gebieten lebten. Frische Luft mit einer nur geringen Belastung durch Umweltgifte hingegen fördert die Vitalität, Glätte und Spannkraft der Haut.

WAS WIRKLICH GEGEN DIE SPUREN DER ZEIT AUF DER HAUT HILFT

Ob die angebotenen Mittel allerdings tatsächlich einen positiven Einfluss auf die Folgen der Luftverschmutzung haben, ist unklar, da Langzeitstudien bis jetzt noch fehlen. Was jedoch ganz sicher gegen die Hautalterung aufgrund schadstoffbelasteter Luft hilft und worauf nur Sie selbst Einfluss haben ist beispielsweise, die eigenen Räumlichkeiten vom Feinstaub zu säubern. Das gelingt mit der Verwendung eines Dexwet Filters, der mittels Silikonölbeschichtung selbst kleinste Schmutzpartikel bindet. Damit gelingt es Ihnen zuverlässig und effektiv, Ihre Haut vor den Folgen der Umweltverschmutzung zu schützen.

Zudem helfen folgende Maßnahmen, die Spuren der Zeit abzumildern: guter Sonnenschutz, Vermeidung starker bzw. häufiger UV-Bestrahlung, ausreichend Bewegung in der Natur, genügend Schlaf, mindestens zwei Liter Wasser am Tag, eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten.

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